IF DREAMS COME TRUE…. Deutschen Meistertitel für das Sportstudio Olympic Hamburg geholt!

….und dann ging es los….

Der letzte Formcheck bei Coach Claus ergab, was ich befürchtete: Zuviel Wasser, seiner Aussage nach fehlen 20%, zu wie ich aussehen kann. Ich hatte es schon bemerkt, dass mir die fehlenden Urlaubstage mit Arbeit und den Erledigungen nebenbei nebst Ängsten, die bei mir dann vor den Meisterschaften dann doch aufkommen auf den Wasserhaushalt schlugen. Ich hatte total Angst, mich bei der Deutsche zu blamieren, denn eigentlich sieht man in der Folgewoche noch einmal besser aus.

Nach dem Formcheck gönnte ich mir eine Auszeit bei einem Friseurbesuch, um etwas herunterzufahren, zu dem ich den Strafzettel aufgrund des fehlenden Parkscheins direkt mitnahm, damit ich dort genug Zeit hatte, ohne einen neuen fürchten zu müssen. Und es klappte. Also gute Ideen hatte ich noch, müde, wie ich dann doch war.

Freitag morgens fuhren wir gemütlich nach Bochum, wo die Deutsche Meisterschaft stattfinden sollte. Ich nahm mir vor, dass alles ganz entspannt laufen sollte. So ging ich nach der Ankunft duschen, rasieren und peelen und bekam auch schon zwei Anstriche neuer Top Tan Farbe. Insgesamt haben wir bei mir immer so 5 bis 6 Anstriche. Um 17:30 Uhr ging es zur Waage, ich bekam meine Startnummer, ein Meisterschafts-Shirt und das Betreuerbändchen für meinen Freund.

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Nach kurzem Schnacken mit Deepa und Wolfram ging es wieder auf’s Zimmer. Mein Freund bestellte sich Pizza und aß sie gemütlich, während ich dauernd auf meine Reisportionen des nächsten Tages schielte… So bei 22 Uhr rum machte ich meine Augen zu und schlief die Nacht auch wirklich gut, wachte erst um 4 Uhr auf. Ich fühlte mich dann wie zu Hause: Überall gelbes Licht und ich war einfach nur glatt und wässrig und bäh. Halber Nervenzusammenbruch und das Gefühl, ich würde immer noch irgendwelche Wasserpfützen unter dem Po hängen haben kamen auf. KRISE. Eine halbe Stunde nachdem ich das feststellte fand ich mich dann mit argen Kreislaufproblemen, Schweiß, Übelkeit, Bauchdrücken und Kurzatmigkeit auf dem Bett liegend wieder. Dachte nur so „Oooohhh nöööö, so kannste ja auch nicht da hoch!! Auch nicht besser!!“. Ich veräppelte mich ein wenig selbst, jetzt bloß keine Panik, wird schon wieder und ich dachte: „Jetzt brauchst ‚n paar lebensrettende Sofortmaßnahmen“. Da der Reis ja immer noch da stand… Also mir liegend Reis reingeschoben, mich dann schon einmal vor den Spiegel gerobbt und dann begann ich, mich zu schminken. Mein Freund ging zum Frühstück und nach 15 Umentscheidungen, ob er mir bitte Kaffee mitbringen mag oder nicht, kam er später mit einem Kaffee wieder und ich konnte ihn in alter Frische empfangen, als ob nie etwas war. Taaadaaa 😀

Deepa war inzwischen auch da und wurde geschminkt. Gegen 10 Uhr ging es dann runter, einen Platz im Backstagebereich zum Liegen suchen. Das war alles ganz schön eng, aber kannte ich ja schon. Zur Eröffnung der Deutschen Meisterschaft wurden dieses Mal die Länderaufmärsche schon absolviert. Positiv für Backstagebereich und auch für sowieso für die Athleten war, dass die Vorwahlen und Finale direkt im Anschluss in den jeweiligen Klassen durchgeführt worden. Die Veranstaltung begann sogar fast pünktlich und so war es in beidem zusammen super angenehm. Bevor ich dran war und später habe ich schon fleißig meine selbstgemachten Snickers verteilt, die ich ja allerhand Leuten zugesagt hatte. Als das Finale durch war, ließ ich dann die übrig gebliebenem Backstage beim Catering.

Wir waren in meiner Klasse 18 Athletinnen und ich sah viele tolle Mädels und Frauen, ich fand es total spannend. Bei den Vergleichen war ich zum Glück schon viel fitter, als bei der Landesmeisterschaft und konnte die Posen ohne Probleme durchhalten. Meine Halsschmerzen waren dann auch schon seit Mittwoch vergangen.

Als ich dann erfuhr, dass ich im Finale für die Top 6 der Figur 1 war, fiel eine riesen Last von mir ab. Ich hatte mir total große Sorgen gemacht, weil es mich einfach so enttäuscht hätte. Aber da war ich.

Ich durfte also ein zweites Mal zum Finale auf die Bühne und mich zeigen. Ich konnte absolut nicht einschätzen, wie es ausgehen würde. Ich stand auch, wie auf der Landesmeisterschaft, häufig direkt neben Antea und da schrieb ich schon einmal, dass ich mich zwischen uns hätte nicht entscheiden können, wenn es nur um uns ginge.

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Als es zur Siegerehrung kam, standen wir aufgreiht da. Nun wurde es wirklich spannend. Nach und nach wurden die Plätze 6 bis 3 vergeben und noch wurde ich nicht genannt und so standen zuletzt noch ich und Aneta da. Dann rief man sie zur Vize-Deutsche-Meisterin. Ich stand da. Alleine. Und denk so: „Huch!“ Mache große Augen, Mundwinkel gehen nach oben… „Es hat geklappt!!! Es hat geklappt!!! Ich habe den ersten Platz!!“ Ich schaute Richtung Jury und Publikum und dachte nur „Wow!!!“. Leider bin ich immer so nach innen und ruhig in meinen Reaktionen, entgegen dessen wie eindeutig und klar ich in meinen Worten bin, dass dieses Wow gar nicht durch gekommen ist. Aber ich habe mich wirklich sowas von riesig gefreut, ich finde das soooo klasse und Deutsche Meisterin nennen dürfen ist das, wovon ich geträumt hatte. Das ist für mich total wunderbar. So wunderbar – Und so kurzlebig.

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Noch das Gruppenfoto der Top 6, der Top3, ich alleine mit dem Siegerpokal und runter von der Bühne. Dort durfte ich, was ich riesig fand, dann noch mit Jennifer um den Gesamtsiegerpokal stechen. Ich ging davon aus, dass sie eindeutig den Gesamtsieger macht, da ich sie auch schon die ganze Saison für ihre tolle Form bewundert hatte und sie einfach tot schick und elegant finde. Passt wunderbar. Und so fühlte ich mich in den Vergleichen mit ihr pudelwohl und glaube, dass wir auch ein ganz tolles Bild gemacht haben. Den Gesamtsiegerpokal erhielt sie dann mit 5 zu 4 Stimmen, also gar nicht so eindeutig, wie ich dachte. Ich freute mich für sie und so war nach zweimal 5 Minuten und so 1 Minute nach 26 Wochen Diät mit Huhn/Bohnen/Reis/Leinöl/Salz und Zimt meine Saison beendet. PUFF. Ehe es duschen ging, habe ich noch schnell mit Coach Claus telefoniert und meine Freude mit ihm geteilt. Nun hat Claus für seine Sportstudio Olympic Hamburg eine Deutsche Meisterin mehr am Start gehabt und ich hoffe, er ist auch etwas stolz auf uns, dass wir das so hinbekommen haben 🙂

Um nach so einem „plötzlichen“ Ende trotzdem zu fühlen, was ich geschafft habe und es nicht zu vergessen, damit ich mich auch ausreichend freue, sitze ich nun manchmal im Auto und denke so: „Deutsche Meisterin!!! Deutsche Meisterin!!“ und stelle mir dabei noch einmal den Moment vor, als ich als letzte bei der Siegerehrung stand und auf die Ansage meines Titels wartete. Auch, wenn mein Name immer falsch genannt wurde und auch in den Videos online noch einmal anders falsch (ich verstehe die Problematik mit meinem abgelesenem Nachnamen wirklich nicht… SieWERT, nicht -vers und -bert).

Ausklingen ließen wir den Abend dann im Mongos, wo ich nur 3 Schalen schaffte, aber noch Eis zum Nachtisch. Sonntag gab es ein Frühstück im Hotel, vor allem viel Ei und Käse, Gemüse und dann noch 1 Croissant mit Marmelade zum Abschluss. Mit dem Sixpack war es das dann auch direkt. Ich sage ja, als wäre nie was gewesen. Das ist traurig, aber ich schwimme halt von allem zu, was ich nicht Diät konformes esse. Anders handeln möchte ich aber auch nicht, denn ich liebe Vollei und Käse.

So, hier also mein kleiner Bericht zu der Deutschen Meisterschaft – Neue Pläne stehen schon. Dazu und wie ich alles jetzt gestalte und mit allem umgehen kann, kommt dann im nächsten Blogbeitrag. Der kommt schneller 🙂

 

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