Flauschis allein in Ägypten – Verrückt ;-)

Moin Moin!

Freitag vor einer Woche war es soweit: Wieder gesund holte ich mit meinem Freund Anna beim Hamburger Hauptbahnhof ab, damit wir unsere Koffer ins Hotel am Flughafen bringen konnten, um uns danach Sushi im Koofookoo Hamburg zu gönnen. Ich schiebe die volle Verantwortung auf die HVV App, dass wir erst verdammt spät wieder im Hotel waren. Ein bißchen verdaddelt hatten wir uns auch, aber die Fahrt ging irgendwie nicht mehr weiter, wo sie sollte, so dass wir zuletzt um überhaupt noch Schlaf zu erhalten dann in ein Taxi stiegen. Der Fahrer bewarb sein Buch, erzählte sein geschriebenes Gedicht und erklärte uns, dass er erkannt hätte, dass wir alle gefallene Engel wären und auf der Erde sind, um uns geistig weiterzuentwickeln – Damit wäre nicht die Bildung gemeint. Dazu kam noch etwas religiöses. Eigentlich hätten wir hier schon beginnen sollen, ggü. Taxifahrern etwas kritischer zu werden und sorgfältiger auszuwählen…

Nach zwei Stunden Schlaf schnell geduscht ging es dann um 5 auch zum Flughafen. Dort haben wir uns ein zu kleines Frühstück geholt, noch ein Käffchen und vergessen, noch ordentlich zu trinken, so dass wir die fast vollen Wasserflaschen zurücklassen mussten. Zum Glück durfte ich nach sorgfältiger Betrachtung den Energy Cake dann doch mit ins Flugzeug nehmen, er hat uns dann wenigstens etwas gerettet.

Als wir Hurghada erreichten ging eigentlich alles ganz fix, bis wir an der frischen Luft waren. Mir wurde empfohlen, nie den Koffer aus der Hand zu geben und ich hatte es mir auch vorgenommen, aber da er nach der Busnummer unseres Transfers fragte, hatte ich wohl doch den Eindruck, er gehört dazu. Naja, er brachte unsere beiden Koffer zum Bus und dann hielt er die Hand auf – Verdammt! Zwei Euro für 100m weg.

Wir fuhren eine halbe Stunde ins Hotel. Da wollte ich meinen Koffer dem Personal nicht geben, ließ mich aber überzeugen, dass diese den reinbringen und es wurde keine Hand aufgehalten. Wir bekamen ein Begrüßungsgetränk und erhielten ein paar Infos. Dann wurden wir und unsere Koffer auf unser Zimmer gebracht. Eine tolle helle Hotelanlage, sehr sauber. Immer sah man Personal, dass alles reinigte. Wir hatten eine sehr großen Balkon mit Blick zum Pool. Es wurde Zeit zum Essen, so dass wir uns schnell etwas von der Strandbar holten, in einer Stunde sollte das Abendbuffet eröffnet werden.

Wir machten uns frisch und dann ging es auch schon zum Speisesaal. Es war wirklich ein Saal und es gab eine soooo riiiiesige Auswahl, der absolute Hammer, wir hatten richtig große Augen und nur so „woooooaaaah!!!“ Wir fanden tatsächlich Sushi vor und so war der erste meiner 5 Teller voll. Auch die Nachspeisen sahen köstlich aus. Wir probierten viele verschiedene Sachen und tranken Weißwein. Das Essen war durchweg die Tage super. Nicht versalzen, sehr lecker, tolle Auswahl, Süßspeisen perfekt und nicht eklig süss, ein echter Traum. Auch wenn wir uns natürlich immer bewußt waren, dass wir nicht nur sportlich essen, haben wir das alles sehr gut genießen können, ohne uns verrückt zu machen. Das zu können finde ich sehr wichtig. Dass der Kopf immer dabei ist, ist ja aber normal.

 

Wenn es 1 Stück gibt, was einen Schlag weg hat, ist klar, dass ich es erwische und so kuschelte ich drei Stunden später für zwei Stunden eng mit der Kloschüssel, um dann auf allen Vieren aus dem Bad zu kriechen und mich zittern neben das Bett auf den Fußboden zu legen. Anna deckte mich noch zu. Ich schlief etwas ein und robbte mich später ins hohe Bett, um dort weiter unter Schüttelfrost zu leiden. Morgens war zum Glück alles wieder gut – Puh.

So konnten wir unseren Plan Hurghada und das Gold’s Gym zu besuchen dann auch umsetzen. Wir wurden dorthin gefahren und gingen zu Fuss durch die Straßen. Zuerst noch mit dem Willen kurz an den Strand zu gehen, nahmen wir eine Sackgasse. Dort startete ich Google Maps, damit wir dann doch als erstes das Gym ansteuern konnten. Das wir offensichtlich einen Weg suchten, brachte den nächsten Taxifahrer unserer Reise ins Spiel, dessen liebster Spruch zu „No money, honey“ wurde. Er bekam uns tatsächlich in sein Taxi, fuhr mit uns im Halbkreis und aus „no Money“ wurden 30,00 e, die er verlangte. Es gab eine Diskussion, die hin und her ging und ehe wir dann letzten Endes ausstiegen, ohne ihm überhaut Geld zu geben, er sagte ja zuvor, er wolle nichts, schlug er ein die 15 Euro zu nehmen und uns für 15 Euro wieder abzuholen. Pffff, wir früher als verabredet raus und planten, die garantiert 2 statt seinen 9km zu Fuss zu gehen. Es tutete, aber es war ein anderer, dem wir 7 Euro boten um uns in die Stadt zu bringen. Er nahm sie gerne, fuhr 2km runter, anstatt wie der andere im Kreis und wir waren wieder am Ausgangspunkt.

Abends waren wir am leckeren Buffet und nahmen eine Beschwerde an, unsere Tisch vom Samstag nicht wieder genommenen zu haben und ließen uns dort ganz nett bestimmt platzieren. Die beiden Herren schafften es also, dass immer sie für uns beim Essen die Ansprechpartner waren und wir haben uns da auch wohlgefühlt. An der Bar gab es abends sehr leckeren Cappuccino und Wasser, auch wenn Modi uns gerne zu Cocktails riet, denn es wäre ja alles umsonst. Zwei ohne Alkohol probieren wir.

Am Montag Mittag wurden wir abgeholt und haben eine Quad/Baggitour durch die Wüste gemacht. Dort haben wir ein Dorf der Beduinen besucht, ich ritt auf einem Kamel und als die Sonne wieder unterging, fuhren wir zurück. Ein traumhaftes Bild bot sich, als wir mit 50km/h durch die Wüste fuhren und der Sand in der Dämmerung aufwirbelte. Ich stellte mir dann vor, auf dem Weg zu einem geheimen Auftrag zu sein – wie ihm Fernsehen.

 

 

Dienstag holte man uns dann um 05:50 Uhr früh mit dem Bus nach Luxor ab, wo wie die Tempelanlagen und das Tal der Könige besuchten. Die waren ja logistisch und bezüglich des Bauens sooo fit, faszinierend, was da alles möglich war. Ich fand es sehr interessant. Ausgehungert, da es zuletzt ein Buffet in einem Restaurant gab, eilten wir nach Rückkehr dann um 21 Uhr zum Rest des Buffet und wurden zum Glück noch satt. Essen ist halt ein bedeutender Faktor 😉

 

Mittwoch sollte dann unser Strandtag und Cocktailabend werden. Leider ging es Anna sehr schlecht, so dass sie nicht in die Sonne konnte. Ich war am Pool, als ich wegen einer Schönheitsbehandlung angesprochen wurde. Ich buchte also Pediküre und eine Gesichtsbehandlung, da ich gedanklich sowieso dafür offen war und genoss zwei Stunden später für zwei Stunden Wellness.

Abends ging es Anna besser und wir aßen zusammen zu Abend und setzten uns noch wieder in den Barbereich. Leider haben wir Modi den Abend und am nächsten Morgen nicht mehr gesehen, so dass wir uns nur von den beiden aus dem Speisesaal verabschieden konnten.

Die Temperaturen wurden jeden Tag besser, unsere Ausflüge haben mir sehr gut gefallen und mit Anna kann man wunderbar Urlaub machen. Wir kannten uns ja nur von Instagram und haben uns in Prag und auf der Deutschen gesehen. Es hat mich total gefreut und ich war froh, auf ihren Facebookaufruf reagiert zu haben. Als wir abreisen mussten, waren wir wirklich traurig, Wir hatten eine 6tägige Reise gebucht und fanden, dass ein paar Tage mehr noch sehr gut drinnen gewesen wären, ohne, dass es einem langweilig wird.

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Ich kann überhaupt nicht bestätigen, dass man es dort als Frau schwer hat und dauernd angegraben oder gar angebrabscht wird. Klar, die Aufmerksamkeit ggü. zweier Frauen war groß, aber mehr etwas übertrieben und teilweise nur schmeichelthaft, aber nicht eklig oder unangenehm. Alle liebten Anna (Shakira – sie hatte frische Rastas) und viele sprangen auf unseren Körperbau an. Unangenehm sind nur die Händler und die Tatsache, dass einen wirklich alle abziehen und Geld wollen. Nachdem wir in Luxor noch mit einem Meterboot den Nil überquert hatten, nahm ein kleiner Junge am Steg direkt meine Hand für den 2m langen Steg und hielt dann die Hand auf und erklärte, einen Euro von mir zu bekommen. Dies passiert halt in jedem Zusammenhang und am besten wehrt man komplett alles ab. Auch in den Souvenirläden ziehen sie einen völlig ab.

In Ägypten kann man – auch unter 2 Frauen – wunderbar Urlaub machen, sollte aber sein Geld zusammenhalten und sich nicht in Gespräche verwickeln lassen.

Ich habe ganz tolle Erinnerungen und habe mir jetzt vorgenommen, jeden Winter innerhalb der ersten drei Monate zu verreisen.

Und wer noch Infos zum weiteren Verlauf des Jahres braucht: Meine Wettkampfdiät startet zum 01.02.2018 🙂

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